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Injizierbare MACT
Die Injizierbare MACT (Matrixassoziierte autologe Chondrozytentransplantation) baut auf mehr als 20 Jahren klinischer Erfahrung mit der autologen Chondrozytentransplantation (ACT) auf und verwendet ein Hydrogel als Trägermaterial für autologe Chondrozyten. Das Zell-Hydrogel-Produkt kann arthroskopisch direkt in den Knorpeldefekt appliziert werden und erfordert keine zusätzliche Fixierung. In klinischen Studien und Publikationen wird dieses Verfahren auch als hydrogel-basierte ACT bezeichnet.
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Indikation
Für symptomatische fokale Knorpeldefekte im Kniegelenk, ICRS-Grad III–IV, Defektgröße ≥ 2 cm² [1].
Vollständig arthroskopische Applikation
Das Zell-Hydrogel-Produkt kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten mittels einer Doppelkammer-Spritze arthroskopisch appliziert werden [3]; kein Zuschneiden des Transplantats, keine Fixierung notwendig [2].
In situ vernetzendes Hydrogel
Das Hydrogel bildet innerhalb von 1–3 Minuten in situ eine stabile Matrix und fixiert die Zellen im Defekt ohne zusätzliche Fixierung [1, 2].
Das Verfahren verstehen
Bei der Injizierbaren MACT werden autologe Chondrozyten nach Entnahme kleiner Knorpel-Knochen-Biopsien ex vivo expandiert und anschließend zusammen mit einem Hydrogel über eine Doppelkammer-Spritze arthroskopisch direkt in den Knorpeldefekt appliziert. Das Hydrogel vernetzt in situ und hält die eingebrachten Zellen im Defekt, sodass keine zusätzliche Fixierung oder Defektabdeckung erforderlich ist. Die arthroskopische Applikation ermöglicht zudem die Behandlung anatomisch schwer zugänglicher Defektlokalisationen, beispielsweise im retropatellaren Bereich. Die eingebrachten Zellen unterstützen die Regeneration von Knorpelgewebe. Bildgebende und histologische Untersuchungen deuten auf die Bildung von Reparaturgewebe mit hyalinen Eigenschaften hin.
Besondere Merkmale der injizierbaren MACT
01
Autologe Chondrozyten
Kein Spendergewebe; geringe Immunogenität.
02
Hydrogel-Matrix
Stabilisiert den Chondrozyten-Phänotyp und bietet ideale Bedingungen für die Knorpelregeneration.
03
Kürzere Operationszeit
In-situ-Vernetzung des Hydrogels innerhalb von 1–3 Minuten; keine Fixierung mittels Naht oder Kleber.
04
Fokale Defekte
Für fokale Defekte ab 2 cm² [1].
05
Für die ambulante Durchführung geeignet
Der Eingriff kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten ambulant erfolgen [3].
Das Verfahren Schritt für Schritt erklärt
Dieses Video zeigt die intraoperative Anwendung der Injizierbaren MACT, einschließlich der Defektvorbereitung und der In-situ-Gelbildung.
Indikationen
Wann unsere Produkte einsetzen
Die injizierbare MACT ist für die Behandlung symptomatischer, vollschichtiger Knorpeldefekte geeignet, die von gesundem umgebendem Knorpel begrenzt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose ist eine biologische Knorpelrekonstruktion in der Regel nicht mehr angezeigt; stattdessen kommen andere Therapieoptionen, einschließlich Gelenkersatz, in Betracht.
Patientenspezifische Faktoren bei der Therapiewahl
Die Wahl der geeigneten Therapie bei Knorpeldefekten erfolgt auf Grundlage einer individuellen klinischen Bewertung. Neben den Merkmalen des Knorpeldefekts spielen weitere patientenspezifische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Therapieentscheidung. Zu den wesentlichen Kriterien zählen:
Vorherige Behandlungen am betroffenen Gelenk
Körpergewicht
Biologisches Alter
Körperliche Aktivität und sportliche Belastung
Komorbiditäten und Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Stoffwechselerkrankungen)
Indikationen im Detail*
Eine MACT kann bei Patientinnen und Patienten mit folgenden Merkmalen in Betracht gezogen werden:
Symptomatische chondrale oder osteochondrale Defekte Grad III–IV (ICRS) – vollschichtige Knorpelschäden mit klinisch relevanten Beschwerden.
Fokale Knorpeldefekte des Kniegelenks – z. B. nach Trauma, Überlastung oder bei Osteochondrosis dissecans.
Geeignet für Defektgrößen von 2–10 cm² (Träger-MACT) bzw. ab 2 cm² (Injizierbare MACT)
Geschlossene Epiphysenfugen im zu behandelnden Knie
Stabile Bandverhältnisse – bestehende Bandinstabilitäten sollten zeitnah zur MACT adressiert werden.
Intakter oder funktionell ausreichender Meniskus – Teilresektion bis max. ein Drittel des Gesamtvolumens ist zulässig
Normale oder korrigierbare Beinachse – Achsabweichungen von mehr als 3° sollten zeitnah zur MACT korrigiert werden.
Keine fortgeschrittene Osteoarthrose - Kellgren-Lawrence-Grad ≤ 2
*Weiterführende produktspezifische Informationen zur Träger-MACT und zur injizierbaren MACT, einschließlich detaillierter Anwendungshinweise, finden Sie im Abschnitt „Ressourcen für Fachkreise“.


Wie wir Zellen vermehren
Verfolgen Sie jeden Schritt der MACT-Herstellung – von der Biopsie bis zum fertigen Transplantat – und erfahren Sie, wie kontrollierte Herstellungsbedingungen und kontinuierliche Qualitätskontrollen eine gleichbleibend hohe Transplantatqualität gewährleisten.
Klinische Ergebnisse
Die verfügbare klinische Evidenz zeigt anhaltende positive Ergebnisse der injizierbaren MACT sowie niedrige Versagens- und Revisionsraten.
Mögliche Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit der MACT auftreten [1]. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Ressourcen für Fachkreise“.
Schmerzen und Schwellungen im Knie
Gelenkerguss
Entzündungen oder Infektionen des Gelenks
Vorübergehender Muskelabbau (Muskelatrophie) während der Entlastungsphase
Vorübergehende Steifigkeit oder Bewegungseinschränkung
Postoperative Thrombosen
Transplantatversagen oder unzureichende Knorpelregeneration
Warum die Injizierbare MACT wählen?
TETEC kontaktieren
1. TETEC AG. Fachinformation NOVOCART® Inject. Reutlingen (DE): TETEC AG; 2026. Stand der Information: 02/2026. PEI.A.11763.01.1.
2. Niemeyer P, Hanus M, Belickas J, et al. Treatment of large cartilage defects in the knee by hydrogel-based autologous chondrocyte implantation: two-year results of a prospective, multicenter, single-arm phase III trial. Cartilage. 2022;13(1):19476035221085146. doi:10.1177/19476035221085146.
3. Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss über eine Änderung der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung: Matrixassoziierte autologe Chondrozytenimplantation am Kniegelenk. Berlin (DE): G-BA; 17. Februar 2022.
4. Niemeyer P, Hanus M, Belickas J, et al. Treatment of large cartilage defects in the knee by hydrogel-based autologous chondrocyte implantation: a 5-year follow-up of a prospective, multicenter, single-arm phase III trial. Cartilage. 2025. Epub ahead of print. doi:10.1177/19476035251334737.
5. Richter J, Schuster P. Arthroskopische ACT: die nächste Generation der Knorpelzelltransplantation. Sportärztezeitung. 2016:48–50.
6. Schlumberger M, Schuster P, Bülow HJ, et al. Arthroscopic autologous chondrocyte implantation in the knee with an in situ crosslinking matrix: minimum 4-year clinical results of 15 cases and 1 histological evaluation. Arch Orthop Trauma Surg. 2019;139(11):1607–1615.



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