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Informationen für Fachkreise

Träger-MACT

Die Träger-MACT (Matrixassoziierte autologe Chondrozytentransplantation) ist eine Form der autologen Chondrozytentransplantation (ACT), bei der körpereigene Chondrozyten auf einen kollagenen Träger aufgebracht und in den Knorpeldefekt transplantiert werden.

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Chirurgische Pinzette hält medizinische Linse auf weißem Hintergrund.

Indikation

Für symptomatische, fokale Knorpeldefekte im Kniegelenk, ICRS Grad III–IV, bei Defektgrößen zwischen 2 und 10 cm² [1, 2].

Applikation über Mini-Arthrotomie

Das Transplantat wird über eine Mini-Arthrotomie eingebracht und mit Nähten fixiert [1].

Bewährte Träger-Technologie

Ein biphasischer kollagener Träger hält die Zellen im Defektbereich [1].

Träger-MACT Überblick

Das Verfahren verstehen

Bei der Träger-MACT werden autologe Chondrozyten nach Entnahme kleiner Knorpel-Knochen-Biopsien ex vivo expandiert, auf einen kollagenen Träger aufgebracht und anschließend über eine Mini-Arthrotomie in den Knorpeldefekt transplantiert. Das Transplantat wird im Defekt vernäht, um eine stabile Fixierung zu gewährleisten. Die eingebrachten Zellen unterstützen die Regeneration von Knorpelgewebe. Bildgebende und histologische Untersuchungen deuten auf die Bildung von Reparaturgewebe mit hyalinen Eigenschaften hin.

SCHRITT
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Gewebeentnahme

  • Arthroskopisch über Standardportale durchgeführt
  • 3 Knorpel-Knochen-Zylinder werden von einer nicht-lasttragenden Stelle entnommen (z. B. Fossa intercondylaris)
  • Gewebe wird zur Transplantatherstellung an TETEC geschickt
SCHRITT
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Transplantat-Herstellung

Bei TETEC werden die Chondrozyten aus den Biopsien isoliert, in vitro vermehrt und auf einen dreidimensionalen kollagenen Träger aufgebracht.

SCHRITT
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Transplantation

Der zellbesiedelte kollagene Träger wird über eine Mini-Arthrotomie in den Knorpeldefekt transplantiert.

SCHRITT
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Genesung und Rehabilitation

Die Nachbehandlung richtet sich nach den Empfehlungen der DGOU und hängt maßgeblich von der Lokalisation des Knorpeldefekts im Gelenk ab. Nach einer 48-stündigen Schonungsphase erfolgt die schrittweise Mobilisation.

Bei kondylären Defekten wird in den ersten sechs Wochen nach ACT eine Teilbelastung des betroffenen Gelenks empfohlen. Bis zum Erreichen der Vollbelastung werden zwei Unterarmgehstützen verwendet.

Bei patellaren Defekten kann das Gelenk in der Regel unter Einsatz einer ROM-Schiene voll belastet werden. Die Flexionsgrenzen werden dabei durch die Größe und Lage des Defekts bestimmt.

Besondere Merkmale der Träger-MACT

Die Träger-MACT kombiniert autologe Chondrozyten mit einem kollagenen Träger. Für das Verfahren liegen publizierte klinische Ergebnisse mit mittel- bis langfristiger Nachbeobachtung vor (siehe Klinische Ergebnisse).

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Autologe Chondrozyten

Kein Spendergewebe; geringe Immunogenität.

02

Bewährter kollagener Träger

Zur Unterstützung der Knorpelregeneration

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Geeignete Defektgrößen

Geeignet für Defektgrößen von ca. 2–10 cm²

04

Publizierte Ergebnisse

Mittel- bis langfristige Ergebnisse aus mehreren Studien

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Für die ambulante Durchführung geeignet

Der Eingriff kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten ambulant erfolgen [6].

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Indikationen

Wann unsere Produkte einsetzen

Die MACT ist für die Behandlung symptomatischer, vollschichtiger Knorpeldefekte geeignet, die von gesundem umgebendem Knorpel begrenzt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose ist eine biologische Knorpelrekonstruktion in der Regel nicht mehr angezeigt; stattdessen kommen andere Therapieoptionen, einschließlich Gelenkersatz, in Betracht.

Patientenspezifische Faktoren bei der Therapiewahl

Die Wahl der geeigneten Therapie bei Knorpeldefekten erfolgt auf Grundlage einer individuellen klinischen Bewertung. Neben den Merkmalen des Knorpeldefekts spielen weitere patientenspezifische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Therapieentscheidung. Zu den wesentlichen Kriterien zählen:

Vorherige Behandlungen am betroffenen Gelenk

Körpergewicht

Biologisches Alter

Körperliche Aktivität und sportliche Belastung

Komorbiditäten und Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Stoffwechselerkrankungen)

Indikationen im Detail*

Eine MACT kann bei Patientinnen und Patienten mit folgenden Merkmalen in Betracht gezogen werden:

Symptomatische chondrale oder osteochondrale Defekte Grad III–IV (ICRS) – vollschichtige Knorpelschäden mit klinisch relevanten Beschwerden.

Fokale Knorpeldefekte des Kniegelenks – z. B. nach Trauma, Überlastung oder bei Osteochondrosis dissecans.

Geeignet für Defektgrößen von 2–10 cm² (Träger-MACT) bzw. ab 2 cm² (Injizierbare MACT)

Geschlossene Epiphysenfugen im zu behandelnden Knie

Stabile Bandverhältnisse – bestehende Bandinstabilitäten sollten zeitnah zur MACT adressiert werden.

Intakter oder funktionell ausreichender Meniskus – Teilresektion bis max. ein Drittel des Gesamtvolumens ist zulässig

Normale oder korrigierbare Beinachse – Achsabweichungen von mehr als 3° sollten zeitnah zur MACT korrigiert werden.

Keine fortgeschrittene Osteoarthrose - Kellgren-Lawrence-Grad ≤ 2

*Weiterführende produktspezifische Informationen zur Träger-MACT und zur injizierbaren MACT, einschließlich detaillierter Anwendungshinweise, finden Sie im Abschnitt „Ressourcen für Fachkreise“.

Ein Arzt analysiert medizinische Bildgebungsdaten auf zwei Monitoren, einer zeigt viele CT- oder MRT-Schnittbilder.
Reinraumlabor mit Isolatoren und Person in Schutzanzug bei Arbeit an sterilem Arbeitsplatz.

Wie wir Zellen vermehren

Verfolgen Sie jeden Schritt der MACT-Herstellung – von der Biopsie bis zum  fertigen Transplantat – und erfahren Sie, wie kontrollierte  Herstellungsbedingungen und kontinuierliche Qualitätskontrollen eine gleichbleibend hohe Transplantatqualität gewährleisten.

Produktionsprozess entdecken

Klinische Ergebnisse

Für die Träger-MACT liegen publizierte Daten mit mittel- bis langfristiger Nachbeobachtung vor. Studien berichten über anhaltende klinische Verbesserungen über 5 bis 10 Jahre sowie niedrige Versagens- und Revisionsraten [3–5].

Mögliche Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit der MACT auftreten [1]. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Ressourcen für Fachkreise“.

Schmerzen und Schwellungen im Knie

Gelenkerguss

Entzündungen oder Infektionen des Gelenks

Vorübergehender Muskelabbau (Muskelatrophie) während der Entlastungsphase

Vorübergehende Steifigkeit oder Bewegungseinschränkung

Postoperative Thrombosen

Transplantatversagen oder unzureichende Knorpelregeneration

Ein Läufer in blauen Shorts und weißen Schuhen von hinten mit Fokus auf die Schuhsohle.

Warum die Träger-MACT wählen?

Ambulant durchführbar bei geeigneter Indikation
Kollagener Träger, individuell an die Defektgröße anpassbar
Transplantation über Mini-Arthrotomie
Klinische Evidenz aus Langzeitstudien
Gesicherter Erstattungsstatus [6]
Für weitere Informationen zur Integration von MACT in Ihre Praxis kontaktieren Sie TETEC.

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Literatur

Regulatorische / Produktinformationen

1. TETEC AG. Fachinformation NOVOCART® 3D. Reutlingen (DE): TETEC AG; 2023. Stand der Information: 11/2023. PEI.A.11511.01.1.

2. Niemeyer P, Albrecht D, Aurich M, et al. Empfehlungen der AG Klinische Geweberegeneration zur Behandlung von Knorpelschäden am Kniegelenk. Z Orthop Unfall. 2023;161(1):57–64.

3. Eichinger M, Henninger B, Petry B, et al. Treatment of cartilage defects in the patellofemoral joint with matrix-associated autologous chondrocyte implantation effectively improves pain, function, and radiological outcomes after 5–7 years. Arch Orthop Trauma Surg. 2024;144(4):1655–1665.

4. Weishorn J, Wiegand J, Zietzschmann S, et al. Factors influencing long-term outcomes after matrix-induced autologous chondrocyte implantation: long-term results at 10 years. Am J Sports Med. 2024;52(11):2782–2791.

5. Weishorn J, Wiegand J, Koch KA, et al. Favourable clinical outcomes and low revision rate after M-ACI in adolescents with immature cartilage compared to adult controls: results at 10 years. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2025;33(1):167–176.

6. Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss über eine Änderung der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung: Matrixassoziierte autologe Chondrozytenimplantation am Kniegelenk. Berlin (DE): G-BA; 17. Februar 2022.